Umwelt

Gericht verhängt 7,87 Millionen Pfund Strafe gegen South West Water

South West Water ist vom Plymouth Magistrates’ Court wegen illegaler Abwassereinleitungen in Devon und Cornwall zu 7,87 Millionen Pfund Geldstrafe verurteilt worden.

Der Plymouth Magistrates’ Court hat am 29. September 2026 gegen South West Water eine Geldstrafe von 7.867.733 Pfund verhängt. Das Verfahren der Environment Agency betraf 18 Anklagepunkte aus den Jahren 2015 bis 2021, davon 17 wegen unerlaubter Abwassereinleitungen und einen wegen unterlassener Abhilfemaßnahmen nach einem Pumpenausfall. Zusätzlich wurden dem Unternehmen Kosten in Höhe von 329.993 Pfund und eine Opferabgabe von 120 Pfund auferlegt. Für die Zahlung setzte das Gericht eine Frist von 56 Tagen.

Nach den Feststellungen des Gerichts hatte das Unternehmen auf bekannte Risiken unzureichend reagiert und Kontroll- sowie Managementsysteme nicht angemessen umgesetzt. Die Richterin bewertete das Verhalten als rücksichtslos und stellte klar, dass derartige Umweltverstöße nicht hingenommen würden. Die Environment Agency erklärte, hohe Strafen seien notwendig, um einen Kurswechsel in der Branche zu erreichen und Investitionen in Netzinstandhaltung und Überwachung zu priorisieren.

Die Anklagepunkte bezogen sich auf Standorte in Devon und Cornwall, darunter Bodmin, Harlyn, Playing Place, Polperro sowie Bereiche in Plymouth. Besonders am Standort Harlyn kam es laut Anklage zwischen Januar 2016 und Juli 2021 zu zahlreichen Einleitungen von unbehandeltem Abwasser in Küstengewässer mit Badestellen. In Bodmin registrierten die Behörden weitere unerlaubte Einleitungen bis März 2020.

South West Water hatte in einem früheren Verfahrensschritt Schuld eingestanden. Das Gericht fasste im Urteil die wiederholten Verstöße und Defizite in den Unternehmensabläufen zusammen. Eine Stellungnahme des Unternehmens zu möglichen Rechtsmitteln lag zum Zeitpunkt der Verkündung nicht vor. Die Environment Agency kündigte an, die Einhaltung der Auflagen und künftige Investitionspläne des Versorgers weiterhin eng zu überwachen.

Die Strafe setzt ein deutliches Signal an die Wasserwirtschaft in England. Sie erhöht den Druck auf Versorger, Kapazitäten auszubauen, Störungsmanagement zu verbessern und die Überwachung von Regenüberläufen zu intensivieren. Für Kommunen und Verbraucher in Devon und Cornwall rückt die Frage in den Vordergrund, wie Umweltschutzvorgaben, Netzausbau und mögliche Kostenfolgen für Haushalte austariert werden. Rechtlich unterstreicht das Urteil, dass Gerichte bei systematischen Pflichtverstößen von Unternehmen im Wassersektor harte Sanktionen verhängen können. Weitere laufende oder angekündigte Verfahren gegen South West Water werden separat behandelt und sind von diesem Urteil nicht erfasst.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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