Die Forestry Commission hat am 19. August 2026 die Erweiterung des Demarcated Area zur Eindämmung von Sweet Chestnut Blight in Devon angekündigt. Die Regelungen treten am 26. August 2026 in Kraft und beziehen erstmals einen kleinen Abschnitt von Cornwall ein. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung des Erregers Cryphonectria parasitica zu verhindern.
Kern der Maßnahmen sind Handels- und Bewegungsbeschränkungen für besonders risikobehaftetes Material: lebende Pflanzen der Gattung Castanea, Holz mit Rinde, Rindenmaterial sowie daraus hergestellte Hackschnitzel. Verbringungen aus und innerhalb der ausgewiesenen Zone sind nur mit schriftlicher Genehmigung zulässig. Die Forestry Commission betont, dass gewerbliche Akteure entsprechende Autorisationen vorab einholen müssen.
Nach Angaben der Behörde beruht der Schritt auf neuen Nachweisen an und außerhalb der bisherigen Grenzziehung, die im Rahmen laufender Überwachung und Rückverfolgung ermittelt wurden. Die Erweiterung passe die Schutzzone an die aktuelle Befundlage an; zugleich soll die engere Kontrolle von Pflanzenmaterial die Wahrscheinlichkeit weiterer Einträge und Verschleppungen reduzieren. Die Auswertung der Funde wird in Zusammenarbeit mit Fachstellen fortgeführt, um das räumliche Risiko im Süden Englands laufend zu bewerten.
Für Meldungen verdächtiger Symptome verweist die Behörde auf das Online-Portal TreeAlert, über das Bürgerinnen, Waldbesitzer und Betriebe Funde strukturiert einreichen können. Fachliche Unterstützung leisten unter anderem Forest Research. Zudem läuft eine gemeinsame Aufklärung der Partner, darunter die Royal Horticultural Society, um Erkennungsmerkmale von Sweet Chestnut Blight in Beständen und Baumschulen bekannter zu machen.
Praktische Folgen ergeben sich vor allem für Baumschulen, Forstbetriebe und Eigentümer innerhalb der erweiterten Zone in Devon und dem betroffenen Teil Cornwalls. Neben möglichen Verzögerungen in Lieferketten sind zusätzliche Nachweise zur Herkunft, Behandlung und Entsorgung von Material erforderlich. Die Forestry Commission rät, geplante Arbeiten frühzeitig abzustimmen und Bewegungen von Castanea-Pflanzen sowie von Holz mit Rinde strikt zu dokumentieren. Verstöße gegen die einschlägigen Auflagen können behördliche Anordnungen nach sich ziehen.
Die Bekanntmachung bestätigt damit eine Verschärfung der Vorsorge in Südwestengland: Das Demarcated Area wird vergrößert, Genehmigungspflichten werden ausgeweitet, und die Überwachung bleibt engmaschig. Die zentrale Begründung ist die jüngste Befundlage; weitergehende Bewertungen zu wirtschaftlichen Folgen erfolgen nach Angaben der Forestry Commission im Zuge der Umsetzung ab dem 26. August 2026.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).