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Crown Prosecution Service prüft Anklagen gegen zwölf Ex-Undercover-Polizisten im Spycops-Skandal

Die Staatsanwaltschaft wertet eine von der Polizei übermittelte Beweismappe zu mutmaßlichem Fehlverhalten in langjährigen verdeckten Einsätzen aus. Eine Entscheidung über mögliche Anklagen steht noch aus.

Kurzmeldung

Die Crown Prosecution Service prüft derzeit, ob gegen zwölf ehemalige Polizeibeamte Strafverfahren eingeleitet werden sollen, die in den sogenannten Spycops‑Einsätzen als Undercover‑Ermittler tätig waren. Grundlage ist eine von der Polizei übergebene Beweismappe; genaue Tatvorwürfe nannte die Staatsanwaltschaft bislang nicht. Eine Entscheidung über Anklagen steht aus und wird nach Angaben der Ermittlungsstellen von der Auswertung der Akten abhängen.

Im Mittelpunkt der Affäre steht eine jahrzehntelange Praxis des verdeckten Einsatzes, mit der vor allem linksgerichtete Aktivisten, Umweltgruppen und Bürgerrechtsinitiativen infiltriert wurden. Die öffentlichen Vorwürfe reichen von der Nutzung gestohlener Identitäten — offenbar auch toter Kinder — über das bewusst Eingehen intimer Beziehungen unter falscher Identität bis zu weitergehenden Eingriffen in die Privatsphäre Betroffener. Die Undercover Policing Inquiry, die seit 2015 arbeitet, hat umfangreiche Akten und Zeugenaussagen gesammelt und prüft unter anderem die Rolle der Special Demonstration Squad und der National Public Order Intelligence Unit innerhalb der Metropolitan Police sowie die Verantwortlichkeiten der Führungsebene.

Juristisch sind mögliche Anklagen komplex. Die Crown Prosecution Service wird die Beweislage nach dem geltenden Code for Crown Prosecutors bewerten; maßgeblich sind die Fragen der Beweissicherheit und des öffentlichen Interesses. Schwierige Abgrenzungen betreffen etwa, ob das bewusste Eingehen sexueller Beziehungen zur Aufrechterhaltung einer Tarnidentität strafrechtlich relevant ist, welche Beweismittel verwendbar sind und wie mit möglicherweise sensiblen nachrichtendienstlichen Informationen umzugehen ist. Außerdem können Verjährungsfristen und der Schutz von Zeugen eine Rolle spielen.

Betroffene und Interessenverbände fordern seit Jahren Rechenschaft und strukturelle Reformen der Aufsicht über verdeckte Polizeiarbeit. Sollte die Crown Prosecution Service Anklagen genehmigen, könnten sich daraus politische und rechtliche Folgen für die Führung und Kontrolle verdeckter Einheiten und für den Umgang staatlicher Stellen mit politischen Gruppen ergeben. Die Undercover Policing Inquiry setzt ihre Arbeit fort; Aussagen der potentiell Beschuldigten lagen bei Redaktionsschluss nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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