Politik

Charity Commission erhöht Schwellen und führt Charities Statement of Recommended Practice 2026 ein

Die Charity Commission for England and Wales hat am 16. September 2026 Leitlinien veröffentlicht: Das Charities Statement of Recommended Practice 2026 gilt für Geschäftsperioden ab 1. Januar 2026; Regeländerungen zu Prüfpflichten treten für Perioden…

Kurzmeldung

Die Charity Commission for England and Wales hat am 16. September 2026 überarbeitete Hinweise zur Rechnungslegung veröffentlicht und alle Vorstände aufgefordert, die Folgen für ihre Einrichtung zu prüfen. Zentral ist die Einführung der Charities Statement of Recommended Practice 2026, die für Rechnungsjahre gilt, die am oder nach dem 1. Januar 2026 beginnen. Die SORP‑Änderungen betreffen unter anderem Einnahmeabgrenzung, Leasingbehandlung und erweiterte Offenlegungspflichten für größere Einrichtungen.

Parallel hat die Regierung die finanziellen Schwellenwerte verändert, die in England und Wales die Form der externen Kontrolle bestimmen. Die neuen Vorgaben gelten für Rechnungsperioden, die am oder nach dem 30. September 2026 enden. Für Einrichtungen, die nach den neuen Grundsätzen periodengerechte Abschlüsse (Accruals Accounts) erstellen, liegt die Obergrenze der unteren Berichtsstufe bei einem Jahresertrag von bis zu £500.000; die Grenze für eine zulässige unabhängige Überprüfung (independent examination) wurde auf £40.000 angehoben. Eine gesetzliche Abschlussprüfung (Abschlussprüfung) ist grundsätzlich erforderlich, wenn das Bruttoeinkommen über £1,5 Millionen liegt; alternativ greift sie auch bei einem Einkommen über £500.000, wenn gleichzeitig Vermögenswerte von mehr als £5 Millionen ausgewiesen werden.

Die Kommission stellt aktualisierte Schritt‑für‑Schritt‑Hinweise, Musterdokumente und ein digitales Entscheidungswerkzeug zur Verfügung, das bis Ende September 2026 angepasst werden soll. Die unmittelbaren Aufgaben von Vorständen sind zweigeteilt: erstens die inhaltliche Anpassung der Bilanzierung an die Charities Statement of Recommended Practice 2026, zweitens die erneute Einordnung der eigenen Organisation anhand der angehobenen Einkommens‑ und Vermögensschwellen, um zu bestimmen, ob Accruals Accounts, eine unabhängige Überprüfung oder eine vollständige Abschlussprüfung erforderlich sind.

Bewertungen aus dem Sektor nennen mögliche Entlastungen für kleinere Organisationen, warnen aber zugleich, dass weniger formale Kontrollen die Transparenz schwächen können. Maßgeblich bleiben die veröffentlichten Hinweise der Charity Commission sowie die von der SORP‑Stelle bestätigten Anwendungsdaten.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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