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Channel 4 bringt One Born Every Minute mit Staffel 12 auf E4 zurück

Channel 4 und die Produktionsfirma Dragonfly bestätigen die Rückkehr der Geburts-Dokureihe: Zwölf neue Folgen für E4 sind angekündigt, Drehstart noch 2026.

Channel 4 belebt die Beobachtungsdokumentation One Born Every Minute mit einer zwölften Staffel neu. Die Sendergruppe kündigte an, für den Digitalkanal E4 zwölf neue Folgen zu produzieren; die Dreharbeiten sollen noch 2026 an einem zentralen Geburtszentrum beginnen. Verantwortlich ist die Produktionsfirma Dragonfly, Teil von Banijay UK.

Der Programmansatz bleibt der unmittelbare Blick in den Kreißsaal: Geburtsverläufe, Arbeitsalltag der Hebammen und Ärztinnen und Ärzte sowie die Erfahrungen der Familien stehen im Mittelpunkt. Zugleich soll die neue Staffel „modernes Britannien“ zeigen – mit vielfältigen Familienbildern und einer realistischen Darstellung der Lage in der Geburtshilfe des National Health Service. Channel 4 betont E4 als Ausspielweg und damit die Ausrichtung auf ein jüngeres, streamingaffines Publikum.

Offiziell bestätigt sind Produktionsstart, Umfang und Verortung im E4-Portfolio. Angaben zu konkreten Sendeterminen, beteiligten Kliniken oder detaillierten Abläufen der Einwilligungen liegen noch nicht vollständig vor. Nach übereinstimmenden Hinweisen aus Programmankündigungen ist geplant, an einem zentralen Geburtszentrum zu drehen; als möglicher Drehort für die Auftaktfolge wurde in Vorablisten das Saint Mary's Hospital in Manchester genannt. Diese Angabe wurde vom Sender bislang nicht abschließend bestätigt.

Hintergrund: One Born Every Minute lief erstmals 2010 bei Channel 4 und prägte mit seinem „fly-on-the-wall“-Stil das Factual-Genre. Das Format gewann mehrere Preise und erzielte wiederholt hohe Reichweiten. Seit Jahren wird es auch in Großbritannien kontrovers diskutiert: Befürworter sehen darin Anschauungswert und Anerkennung für Geburtsarbeit, Kritiker thematisieren Privatsphäre, Einwilligungen und die Zumutungen für Mitarbeitende und Familien. In NHS-Kliniken gelten für TV-Produktionen strikte Vorgaben zu Datenschutz, informierter Einwilligung und klinischer Governance; die Einhaltung liegt bei Sender und Produktion.

Für Channel 4 und E4 markiert die Rückkehr eine strategische Stärkung des Factual-Angebots gegenüber fiktionalen Formaten. Im Wettbewerb um junge Zielgruppen kann die Marke Reichweite und Abonnements auf den digitalen Plattformen der Sendergruppe stützen. Für das Gesundheitssystem bedeutet die Sichtbarkeit potenziell mehr Transparenz über Arbeitsbedingungen und Versorgungsrealität – zugleich dürfte die öffentliche Debatte über Einwilligungsprozesse, Ressourcen und Ethikfragen an Fahrt gewinnen. Weitere Details zur Ausstrahlung, zu beteiligten Kliniken und zur Umsetzung der Datenschutzstandards sind nach der Ankündigung zu erwarten.

Stand: 25. Oktober 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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