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Britische Regierung gibt technische Daten für Storm Shadow/SCALP frei – Burnham trifft Selenskyj in Kiew

Premierminister Andy Burnham kündigte in Kiew die kontrollierte Freigabe von Unterlagen zum Marschflugkörpersystem Storm Shadow/SCALP an, um den Aufbau lokaler Kapazitäten in der Ukraine zu unterstützen.

Der britische Premierminister Andy Burnham hat bei einem Besuch am 24. August in Kiew die Freigabe technischer Unterlagen für das Marschflugkörpersystem Storm Shadow/SCALP angekündigt. Die Dokumente sollen der Ukraine den Aufbau lokaler Montage- und Instandhaltungskapazitäten für langreichende Präzisionswaffen ermöglichen. Burnham traf in Kiew Präsident Wolodymyr Selenskyj; der Termin fiel mit dem ukrainischen Unabhängigkeitstag zusammen und markierte seine außenpolitische Schwerpunktsetzung unmittelbar nach Amtsantritt.

Nach Angaben von Downing Street wird der Hersteller MBDA die erforderlichen Daten im Rahmen einer von London erteilten Lizenz bereitstellen. Das Vorhaben ist mit Partnern abgestimmt, insbesondere mit Frankreich, das gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich an der Entwicklung von Storm Shadow/SCALP beteiligt ist. Die Regierung betonte, die Maßnahmen erfolgten unter strikter Beachtung der Exportkontroll- und Geheimschutzvorschriften. Damit handelt es sich um eine kontrollierte Wissensweitergabe innerhalb eines bestehenden multilateralen Programms, nicht um einen unbegrenzten Technologietransfer.

London stellt die Entscheidung als Beitrag zur langfristigen Stärkung der ukrainischen Verteidigungsindustrie dar. Das Vereinigte Königreich hatte seit Beginn des russischen Angriffskriegs umfangreiche Militärhilfe geleistet, darunter seit 2023 auch Langstreckenfähigkeiten. Mit der nun ermöglichten technischen Unterstützung will die Regierung die Eigenständigkeit der Ukraine bei Wartung und Fertigung erhöhen und logistische Abhängigkeiten verringern. Die Maßnahme bleibt innerhalb der bisherigen politischen Linie, wonach Hilfe zur Selbstverteidigung geleistet und die Einsatzfähigkeit bereits gelieferter Systeme stabilisiert werden soll.

Russland reagierte mit scharfer Kritik. Aus Moskau kamen Warnungen vor „Konsequenzen“ für eine vertiefte technische Zusammenarbeit zwischen westlichen Staaten und der Ukraine. London weist darauf hin, dass es sich nicht um die Ankündigung zusätzlicher Lieferungen einsatzbereiter Systeme handelt, sondern um eine kontrollierte Weitergabe von Know-how, die im Rahmen der internationalen Unterstützung der Ukraine erfolgt. Die britische Seite verweist dabei auf die abgestimmte Vorgehensweise mit Paris und die Einhaltung bestehender Genehmigungsverfahren.

Politisch unterstreicht Burnhams Reise die Priorität, die die neue britische Regierung der Ukraine-Unterstützung beimisst. Der Besuch in Kiew und die Lizenzentscheidung binden Industrie, Regierung und Verbündete enger aneinander. Im Mittelpunkt stehen nun der konkrete Kapazitätsaufbau durch MBDA und ukrainische Partner, die praktische Umsetzung der Schutzauflagen sowie die fortlaufende Abstimmung mit Frankreich. Damit verlagert London einen Teil der Unterstützung von kurzfristigen Lieferungen hin zu belastbaren industriellen Strukturen, ohne den Charakter der Hilfe zu verändern.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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