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Bohnen und Linsen legen im Vereinigten Königreich zu, Fleischersatz verliert

Verkaufsdaten für das erste Halbjahr 2026 zeigen: Bohnen, Linsen und Sojaprodukte verkaufen sich deutlich besser, während Fleisch und viele Ersatzprodukte an Boden verlieren.

Britische Supermärkte haben im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Bohnen, Linsen und weitere Hülsenfrüchte verkauft als im Vorjahr. Nach einer Auswertung der Initiative Madre Brava auf Basis von NielsenIQ-Daten stieg die verkaufte Menge dieser Warengruppe gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 7,3 Prozent. Gleichzeitig gingen die Verkäufe von Fleisch und zahlreichen pflanzlichen Fleischersatzprodukten zurück. Die Analyse wurde am 28. August öffentlich zusammengefasst.

Als Treiber des Trends nennt die Auswertung vor allem preisgünstige Basisartikel und Sojaerzeugnisse. Insbesondere getrocknete Linsen legten zu; auch Tofu und Tempeh verkauften sich besser. Bei vielen pflanzlichen Fleischersatzprodukten zeigten die Handelsdaten hingegen Rückgänge. Der Befund deckt sich mit Einschätzungen von Einzelhändlern, wonach Haushalte verstärkt zu einfachen Zutaten greifen, die sich vielseitig verwenden lassen.

Die Analysten führen die Verschiebung vor allem auf Preiseffekte und Ernährungspräferenzen zurück. Hülsenfrüchte blieben im Handel vergleichsweise erschwinglich, während zahlreiche Fleischsorten in den vergangenen Jahren teurer wurden. Nach Angaben von Madre Brava hat sich die Lücke in den durchschnittlichen Verkaufspreisen zwischen Fleisch und pflanzlichen Eiweißquellen zuletzt vergrößert. Zusätzlich verweisen die Autoren auf die wahrgenommenen gesundheitlichen Vorteile ballaststoffreicher Kost als Motiv vieler Käuferinnen und Käufer. Aussagen zur Motivation beruhen auf der Interpretation der Marktforscher; sie sind keine direkte Verbrauchererhebung.

Für Hersteller und Handel deutet die Entwicklung auf Chancen in den Regalen für Hülsenfrüchte und einfache Sojaprodukte hin. Eigenmarken sowie Produkte mit klarer Kochanleitung könnten weiter profitieren. Politik und öffentliche Einrichtungen könnten die Daten als Argument nutzen, kostengünstige, pflanzenbetonte Angebote in Kantinen und Programmen zur Gesundheitsförderung auszubauen. Zugleich mahnt die Auswertung zur Vorsicht bei weitreichenden Schlussfolgerungen: Der beobachtete Effekt bezieht sich auf den Einzelhandel und sagt nicht abschließend etwas über die gesamte Ernährung der Haushalte aus.

Die vorliegenden Zahlen stammen aus der zusammengefassten Handelsauswertung für das erste Halbjahr 2026 im Vereinigten Königreich. Sie wurden von Madre Brava veröffentlicht und auf NielsenIQ als Datenquelle zurückgeführt. Unabhängige Medienberichte haben die Kernergebnisse aufgegriffen. Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Warengruppen und Vertriebskanälen liegt der Redaktion nicht vollständig vor; Bewertungen zu Gründen und möglichen Folgen sind entsprechend als Einordnung der zitierten Analyse gekennzeichnet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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