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Blauzungenkrankheit belastet Südwestengland: Tierverluste und seelischer Druck

Seelsorger und Verbände rufen betroffene Betriebe zum Gespräch auf. Höfe in Devon, Cornwall und Somerset melden Verluste und hohe Kosten für Schutzmaßnahmen.

Landwirte und Seelsorger aus Südwestengland berichten am 31. August 2026 über gravierende wirtschaftliche Schäden und anhaltende seelische Belastungen durch die jüngste Welle der Blauzungenkrankheit. Betroffen sind vor allem Schafhalter in Devon, Cornwall und Somerset, die in den vergangenen Wochen kranke und verendete Tiere bergen mussten und zugleich hohe Ausgaben für Impfungen und Schutzmaßnahmen tragen. Die Regierungsübersicht zur Lage, zuletzt bis zum 26. August 2026 aktualisiert, weist weiterhin Nachweise des Serotyps BTV‑3 in mehreren Landesteilen aus und dient als Bezugsrahmen für Auflagen und Beratung.

Ein aktueller Anlass der Berichterstattung sind Aufrufe zum offenen Gespräch über Trauer, Stress und Erschöpfung. Landwirtschaftsseelsorger und Beratungsnetzwerke schildern, dass das fortwährende Kontrollieren der Herden, nächtliche Einsätze und unklare Perspektiven viele Halter psychisch belasten. Unter den Betroffenen, die ihre Lage öffentlich beschrieben haben, sind der Schafhalter Andy Jerrard von Exe Valley Lamb in Devon und der Seelsorger Luke Thomas. Beide verweisen auf die Bedeutung niedrigschwelliger Angebote, bei denen Betroffene ohne Stigma über Verluste, Schuldgefühle und wirtschaftliche Sorgen sprechen können.

Konkrete Betriebe meldeten je nach Topografie, Witterung und Mückendruck sehr unterschiedliche Schäden. Einzelne Schafhalter bezifferten Verluste auf einen zweistelligen Prozentanteil der Herde. In einem Fall wurden knapp 700 Tiere geimpft; die Kosten beliefen sich nach Angaben des Betriebs auf rund 15.000 Pfund. Diese Zahlen sind Einzelfallangaben, illustrieren aber die Spannweite der Zusatzlasten, die von Notfallbehandlungen über Impfungen bis zum Zukauf von Zuchttieren reichen können.

Die Blauzungenkrankheit ist eine durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung der Wiederkäuer, die bei Schafen besonders schwere Verläufe auslösen kann. Behörden im Vereinigten Königreich haben Kontrollzonen, Bewegungsauflagen und verstärkte Testungen angeordnet. Die Animal and Plant Health Agency veröffentlicht fortlaufend Fallzahlen und Karten, die veterinärrechtliche Maßnahmen stützen. Der National Farmers' Union zufolge bleibt Prävention zentral: Biosicherheitsmaßnahmen, engmaschige Beobachtung klinischer Anzeichen und der Austausch mit Tierärzten und Nachbarn werden empfohlen.

Aus der Lage ergeben sich drei Ebenen von Folgen. Erstens wirtschaftlich: Produktionsausfälle, Zusatzkosten und Unsicherheiten bei Fruchtbarkeit und Nachzucht. Zweitens organisatorisch: mehr Aufwand für Dokumentation, Testungen und Transportregeln. Drittens menschlich: Trauer und Erschöpfung, die nach Einschätzung von Seelsorgern ohne gezielte Unterstützung das Unfall‑ und Suizidrisiko erhöhen können. Die aktuelle Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit in der Landwirtschaft gilt daher als notwendige Ergänzung zu veterinärmedizinischen Maßnahmen, um Betriebe durch den Herbst zu tragen.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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