Politik

Badenoch schließt Wahlpakt mit Farages Reform UK aus – scharfe Worte am Edinburgh Fringe

Kemi Badenoch, Parteichefin der Conservative Party, hat beim Edinburgh Festival Fringe klargestellt, dass sie keinen Pakt oder eine Koalition mit Nigel Farages Reform UK eingehen werde – und Überläufer als „Drama Queens“ sowie „some…

Kemi Badenoch, Parteichefin der Conservative Party, hat am 22. August 2026 beim Edinburgh Festival Fringe eine Wahlabsprache oder Koalition mit Nigel Farages Reform UK kategorisch ausgeschlossen. Ein solches Arrangement sei „monstrous“, sagte sie. Für den Fall eines Parlaments ohne klare Mehrheiten stellte sie in Aussicht, lieber erneut an die Urnen zu gehen, als ein Bündnis mit Reform UK einzugehen.

Badenochs Auftritt in Edinburgh markierte eine deutliche Abgrenzung nach rechts. Sie kritisierte ehemalige Tory-Abgeordnete, die zu Reform UK gewechselt sind, scharf – als „Drama Queens“ und „some of the most dishonest people I have met“. Die Wortwahl wurde in mehreren britischen Medien übereinstimmend wiedergegeben. Zugleich betonte sie, Rückkehrwillige würden nicht automatisch in die Conservative Party aufgenommen. Inhaltlich zielte ihre Botschaft auf Geschlossenheit der Konservativen und das Signal an moderate Wähler, dass ein Rechtsbündnis nicht zur Debatte steht.

Der Kontext: In den vergangenen Monaten hatten Übertritte und Flügelkämpfe die Conservatives belastet, während Reform UK unter Nigel Farage Versuche unternahm, rechts der Mitte dauerhaft Terrain zu gewinnen. Badenochs Absage an jedwede Verständigung mit Reform UK reiht sich in frühere Aussagen ein, wonach die Conservatives eigenständig und programmatisch abgegrenzt in die nächste Unterhauswahl ziehen wollen.

Reform UK und Nigel Farage wiesen die Aussagen erwartungsgemäß zurück oder kommentierten sie spöttisch. Konkrete Verhandlungen zwischen beiden Parteien waren nicht bekannt; Badenochs Vorstoß zielt daher erkennbar auf die Vorfelddebatte und auf potenzielle Wechselwähler, die ein formelles oder informelles Arrangement befürchten könnten. Eine unmittelbare Reaktion in Edinburgh blieb ohne greifbare politische Konsequenzen, dürfte aber die Tonlage im bürgerlich-rechten Lager weiter verschärfen.

Mit der klaren Absage an einen Pakt mit Reform UK bindet Badenoch die Conservative Party an eine Strategie der Alleinstellungsmerkmale – mit Vorteilen bei der Profilierung, aber dem Risiko, im Falle knapper Mehrheiten nach der nächsten Unterhauswahl auf Opposition oder Neuwahl zuzusteuern. Ob diese Abgrenzung die Abwanderung nach rechts stoppt oder weitere innerparteiliche Konflikte auslöst, bleibt offen. Sicher ist lediglich: Die Auseinandersetzung um Kurs, Personal und Tonfall im konservativen Lager des Vereinigten Königreichs wird nach dem Auftritt in Schottland nicht leiser werden.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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