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Australien prüft Rückkehr zur Regionalarbeit für britische Working-Holiday‑Gäste

Australiens Premier Anthony Albanese kündigte auf dem Commonwealth‑Gipfel Gespräche mit dem britischen Premier Andy Burnham über mögliche Änderungen beim Working‑Holiday‑Visum für Bürger des Vereinigten Königreichs an.

Kurzmeldung

Australien erwägt eine Rückkehr zur Pflicht zur Arbeit in regionalen Gebieten für Inhaberinnen und Inhabern eines Working‑Holiday‑Visums aus dem Vereinigten Königreich. Das kündigte Premierminister Anthony Albanese am Rande des Commonwealth‑Treffens (CHOGM) in St. John’s, Antigua und Barbuda an. Albanese sagte, er wolle das Thema mit dem britischen Premier Andy Burnham besprechen, nachdem die Zahl britischer Besucherinnen und Besucher in Australien deutlich gestiegen sei und Arbeitsmärkte in beliebten Städten unter Druck geraten würden.

Nach einer mit dem Vereinigten Königreich getroffenen Vereinbarung entfällt für britische Staatsangehörige derzeit die bislang übliche Vorgabe, für eine Verlängerung des Visums bestimmte „specified work“ in regionalen Gebieten zu leisten. Diese Regelung, die unter anderem von der australischen Regierung mit Verweis auf Ernte‑ und Saisonarbeitskräfte verteidigt wird, hatte zu einer Ausweitung der Aufenthaltsdauer auf bis zu drei Jahre geführt. Australien berichtet nach Regierungsangaben von einem Anstieg der Ankünfte britischer Working‑Holiday‑Teilnehmenden in den vergangenen Jahren, wobei laut Premierminister viele in Metropolen und Küstenorten bleiben und dort vor allem im Gastgewerbe arbeiten.

Die australische Regierung betonte, es gehe nicht um eine generelle Beschränkung von Reisen, sondern um eine zielgenaue Steuerung zur Sicherstellung regionaler Arbeitskräfte. Konkrete Gesetzesvorlagen, Übergangsfristen oder Ausnahmeregelungen nannte Canberra bislang nicht; bereits erteilte Visa müssten rechtssicher behandelt werden, heißt es in den Statements. London bestätigte bilaterale Gespräche zwischen den Regierungschefs und sagte, die Gespräche würden während CHOGM fortgesetzt.

Eine mögliche Wiedereinführung regionaler Arbeitsphasen hätte praktische Folgen für junge Menschen aus dem Vereinigten Königreich, die Australien bislang weniger an regionale Einsatzorte gebunden besuchen konnten. Australische Landwirtschaftsverbände sehen in klaren Regionalanforderungen ein Mittel gegen saisonale Engpässe, Gewerkschaften fordern zugleich Schutz vor Ausbeutung. Bis zu einer offiziellen Regeländerung bleiben Umfang, Zeitplan und Ausnahmen offen; die Regierungen beider Länder kündigten weitere Beratungen an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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